Der anspruchsvolle Wandel zum „grünen“ Handel

Nachhaltiger zu wirtschaften ist eine Herausforderung und doch gibt es keine Alternative. Auch im Einzelhandel und der Konsumgüterindustrie ist der „Grüne Trend“ angekommen. Es gilt, schnellstmöglich eine effiziente Lösung zur Überwachung und Einhaltung der ESG-Kriterien in dem eigenen Unternehmen sowie der gesamten Lieferkette zu finden. An dieser Stelle kommt SYNESGY ins Spiel - CRIF’s Lösung für ein optimiertes & transparentes Nachhaltigkeitsprofil.

Europa hat sich ein großes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu sein. Festgehalten ist dies im European Green Deal, zu dem wir uns alle verpflichtet haben.

Jede Händlerin und jeder Händler muss in Zukunft der nachhaltigen und sozialen Verantwortung gerecht werden. Gemeinsam mit Hersteller:innen stehen sie vor der Herausforderung, diese Ansprüche und gesetzlichen Vorgaben in ihr unternehmerisches Handeln zu integrieren. Eine der wohl anspruchsvollsten Aufgaben in dieser Branche: Nachhaltigkeit und Konkurrenzfähigkeit in Einklang zu bringen.

Die komplette Lieferkette transparent und messbar im Bereich Nachhaltigkeit zu gestalten, ist eines der wesentlichen Ziele der Klimapolitik der EU und Regulatoren.
Der Druck auf Unternehmen wächst zunehmend, zum 1. Januar 2023 tritt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft. Für deutsche Unternehmen ist es somit unumgänglich, schnellstmöglich die Bedingungen für eine Compliancegerechte Umsetzung zu schaffen und deren Einhaltung entlang ihrer gesamten Lieferkette sicherstellen.

Auch die Endkonsumenten treiben den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit voran, denn sie legen verstärkt Wert auf diese beim Kauf von Produkten. Auffällig erhöht hat sich vor allem das Umweltbewusstsein beim Online-Shopping.  Angaben von PwC zufolge ist das Interesse an Nachhaltigkeit und Fair Trade in den vergangenen 5 Jahren deutlich gestiegen[1]. Nicht zuletzt ist die Generation Z ein starker Treiber. Heute sind sie zwischen 18 und 25 Jahre alt und somit immer relevanter für den Handel. Umfragen ergaben, dass die „Gen Z“ beim Einkauf auf Nachhaltigkeit sowie Qualität und Preis achten. Der wichtigste Punkt für den Handel ist jedoch der, dass die jungen Menschen bereit sind, einen Aufpreis für Produkte zu zahlen, die den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen.[2] Gleichermaßen rückt die Herkunft der Produkte stärker in den Fokus der Konsumenten.

An dieser Stelle sollten auch NGO’s nicht vergessen werden, denn sie spielen eine der wichtigsten Rollen bei der Aufklärung der Konsument:innen. Sie zeigen Missstände im Bereich von Arbeitsbedingungen auf und beleuchten die Umweltauswirkungen des Konsums, von alltäglichen Produkten wie z.B. Schokolade, T-Shirts und Kosmetika.

Neben Verbrauchern und der Bundesregierung sowie EU-Gesetzgebern fordern auch die Stakeholder des jeweiligen Unternehmens, zunehmend klare Nachhaltigkeitsstandards zu definieren, einzuhalten sowie zu überwachen.

Das bedeutet, dass Banken Unternehmen nach ESG-Kriterien einstufen werden und Unternehmen ihre Lieferketten dementsprechend bewerten müssen.

Macht das jeder für sich, ist der Aufwand enorm. Machen wir das gemeinsam – legt jeder seine Kriterien offen und gestattet den anderen, darauf zuzugreifen –  so ermöglichen wir eine effiziente und schnelle Lösung.

Mit dem zuvor erwähnten Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz werden Unternehmen vermehrt vor Dokumentations- sowie Transparenzprobleme gestellt. Eine Herausforderung die es effektiv, transparent und übersichtlich zu lösen gilt.

Die Richtlinien der Bundesregierung fordern Unternehmen umfassende Transparenz bezüglich ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen ab. Die Grüne Transformation erfährt durch die neuen Regularien und Verordnungen eine wichtige Beschleunigung. Denn Unternehmen und der Finanzsektor sollen im Kampf gegen den Klimawandel eine zentrale Rolle einnehmen und werden diesen nachhaltig verändern.

 

Für große Konzerne ist ESG-konformes Handeln heute schon Realität, aber auch für kleine und mittlere Unternehmen rückt das Thema ESG immer näher. Auch die Europäische Union erhöht den Druck durch neue Vorgaben auf den Finanzsektor, primär auf Banken, um die Wirtschaft zu einem Wandel für mehr Nachhaltigkeit zu bewegen.

Ob einem Unternehmen ein Kredit gewährt wird oder nicht, wird zukünftig immer stärker davon abhängig sein, wie nachhaltig das Unternehmen wirtschaftet, wie sein ESG-Score ausfällt.

In dieser Herausforderung findet sich allerdings auch ein klarer Vorteil:

Werden die ESG-Kriterien beachtet und in das Unternehmen und sein Handeln integriert, kann dieses Unternehmen mit positivem ESG-Score von attraktiven Finanzierungskonditionen profitieren sowie besserem Ansehen unter den Konsumenten.

Seitdem sich das Thema Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit etabliert hat, in dem Denken und Handeln von Konsument:innen, kann dies für einen Händler zum Gewinn oder Verlust von Kunden führen.

Es ist von enormer Wichtigkeit, die gesetzlichen Grundlagen für ein ESG-konformes Wirtschaften einzuhalten. Nur so lässt sich ein nachhaltiger Impact erzielen, der uns den Klimazielen näherbringt. Bei der Umsetzung ist ganzheitliches Vorgehen ein Schlüsselfaktor, es muss gemeinschaftlich gedacht werden. Einer allein kann nur begrenzt auf die gesamte Situation einwirken.

Jedes Unternehmen für sich würde einem enormen administrativen Aufwand entgegenstehen, die ESG-Daten jedes Unternehmens zu Sammeln und Managen, welcher zum Scheitern von Projekten führen könnte. Eine Hilfe für Unternehmen sind z.B. nützliche Instrumente zur Messung der ESG-Kriterien.

Die CRIF-Gruppe hat eine global vernetzte Lösung entwickelt, die bereits in mehreren Ländern eingeführt wurde. Diese basiert auf einer Plattform und ermöglicht, Unternehmen einfach und regelkonform nach ESG-Kriterien zu bewerten und diese Information zugänglich zu machen. CRIF bietet die Lösung Synesgy an.   

Synesgy ist das erste weltweite Netzwerk, welches digitale Lösungen für die Messung und Bewertung von Nachhaltigkeit im Unternehmen entwickelt und anbietet.

Das CRIF Portal Synesgy ist ein Teil dieses Netzwerks und bietet eine einfache und schnelle Möglichkeit, Transparenz in der eigenen Lieferkette herzustellen. "Unser Portal ist eine Option für Unternehmen aus aller Welt, die eigenen Maßnahmen zum Erreichen der ESG-Ziele über eine unabhängige Stelle zu dokumentieren", erklärt Dr. Frank Schlein, CEO von CRIF Deutschland. "Zulieferer werden mit einem ESG-Zertifikat zu einem attraktiven Geschäftspartner – und für die auftraggebenden Unternehmen lässt sich neben dem eigenen Einsatz auch die ESG-Kompatibilität der Lieferkette nachweisen. Dank des vollständig digitalisierten Prozesses hält sich der administrative Aufwand dabei in Grenzen."

Primäres Ziel ist es, die ESG-Transformation der Wirtschaft durch Informationen zu unterstützen und einen weltweiten Standard in der Messbarkeit von Nachhaltigkeit zu etablieren.

 

CRIF beschäftigt sich seit 2018 intensiv mit dem Thema ESG und ist Teil verschiedener EU-Projekte und Initiativen. So leitet CRIF ein Projekt zur ESG-Datenerhebung und Analyse der Europäischen Kommission und gewann mit seiner „Climate Risk Analytics Suite“ den G20 TechSprint 2021.

 

Nach einer kostenlosen Registrierung im Online-Portal gelangen interessierte Unternehmen zu einem Fragebogen, der auf den Standards der unabhängigen Global Reporting Initiative aufbaut und den neuen Anforderungen des LkSG entspricht. Hier werden Nachhaltigkeitsmaßnahmen des Unternehmens abgefragt. Sobald der Fragebogen vollständig ausgefüllt und final übermittelt ist, wird ein PDF-Zertifikat erzeugt.

Darin ist der Gesamtindex und die vier Einzelindizes für die Teildisziplinen „Unternehmen“, „E“, „S“ und „G“ dargestellt. Das Zertifikat kann daraufhin heruntergeladen und via QR-Code mit allen Interessierten geteilt werden. Auf diese Weise können Zulieferer verlässlich und transparent ihren Nachhaltigkeit-Status offenlegen. Die Belieferten können dies auch proaktiv nutzen: Nachdem sie eine Liste ihrer Lieferanten in der Plattform hochgeladen haben, wird eine automatisierte Einladung zur Teilnahme an die Geschäftspartner geschickt. Über ein Status-Dashboard kann der Ausfüllstatus der Lieferanten kontinuierlich geprüft werden.

Gemeinsam mit engagierten Unternehmen plant CRIF so, ESG-Transparenz unabhängig von der Branche zu steigern und Nachhaltigkeit einfacher umsetzbar zu machen.

Es wird also deutlich: Ohne transparente Berichterstattung geht es nicht. Gleichzeitig genügt es nicht, nur auf das eigene Unternehmen zu blicken, ein Due-Diligence-Prozess für die gesamte Wertschöpfungskette bietet die Lösung, welcher Nachhaltigkeitskriterien erfasst.

Gerne stehen wir Ihnen partnerschaftlich zur Seite um den Nutzen für ihr Unternehmen zu prüfen. Melden Sie sich gerne über den bevh oder direkt bei Kevin Riwoldt, k.riwoldt@crif.com.

 

Kevin Riwoldt für CRIF Deutschland

 

[1] ESG im Handel und der Konsumgüterindustrie – PwC

[2] Gen Z wählt nachhaltig (pwc.de)